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Foldable: Was Apple mit dem iPhone Duo besser macht

Die ersten Eindrücke des iPhone Duo sind da – und die meisten US-Medien sind begeistert. Wir vergleichen die Eindrücke mit unseren Erfahrungen anderer Modelle.
/ Tobias Költzsch
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Das iPhone Duo von Apple (Bild: Apple/Screenshot: Golem)
Das iPhone Duo von Apple Bild: Apple/Screenshot: Golem
Inhalt
  1. Foldable: Was Apple mit dem iPhone Duo besser macht
  2. Hübscher Effekt beim Aufklappen

Einer der einfachsten Witze auf Kosten Apples ist zu behaupten, dass Apple wenig selbst erfindet und stattdessen lieber abwartet, um sich bekannte Konzepte zu eigen zu machen. Die Entwicklung der M-Chips und, ja, auch die Entwicklung des ersten iPhones sprechen gegen diese Theorie. Bei einigen Details hat Apple aber in der Tat abgewartet.

So auch bei seinem ersten faltbaren Smartphone, dem iPhone Duo, das Apple jetzt vorgestellt hat. Wie erwartet kommt das Duo im Reisepassformat wie das Galaxy Z Fold 8 von Samsung. Der Außenbildschirm ist 5,4 Zoll groß, das faltbare Innendisplay 7,6 Zoll. Beide Bildschirme haben ein Bildverhältnis von 4,2:3, also fast wie beim Fold 8.

Dieses Format ist bei faltbaren Smartphones aktuell zwar ungewöhnlich, aber nicht Apple-exklusiv – siehe Samsung. Was Apple anders als alle weiteren Hersteller macht, ist eine Entspiegelung des Innenbildschirms: Das Display hat eine Nanotextur, die bisherigen Berichten zufolge Reflexionen fast komplett verhindern soll.

Matte Oberfläche kaschiert den Falz

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass der Falz in der Mitte aufgrund der matten Oberfläche kaum sichtbar ist. Wie Marques Brownlee erklärt, ist er zwar da, aber nur kaum zu sehen und zu erfühlen. Auch Samsung hat den Falz bei seinen aktuellen Foldables minimal gestalten können, ebenso Oppo mit dem N6. Das iPhone Duo wird übrigens den Apple Pencil unterstützen; die Oberflächenbeschichtung des Innendisplays ist dafür offenbar hart genug.

Erst in Tests wird sich zeigen, ob der Falz beim iPhone Duo so unauffällig bleibt. In der Regel wird die Stelle über dem Scharnier im Laufe der Benutzung stärker sichtbar. Der Youtuber Dave2D(öffnet im neuen Fenster) beschreibt das Scharnier als das beste, das er bisher bei einem Foldable ausprobieren konnte. Die beiden Hälften des Smartphones lassen sich damit auch nur halb geöffnet aufklappen.

Das ist wie bei anderen Foldables im Buchformat praktisch, um das Foldable wie ein Notebook hinzustellen und auf der oberen Hälfte ein Video oder einen Film zu schauen. Apple hat dem Duo eine Funktion verpasst, die es auch bei Googles Foldables gibt: Auf der unteren Hälfte ist eine Mediensteuerung untergebracht. Zahlreiche Youtuber zeigen, wie sie eine Serie auf Netflix schauen; nach einiger Zeit wird die Steuerung ausgeblendet, stattdessen scheint sich das Video im unteren Bereich des Displays zu spiegeln.

Auch andere Foldables schalten schnell zwischen den Displays um

Die bisherigen Hands-ons bescheinigen dem iPhone Duo schnelle Reaktionen, wenn bei geöffneten Apps zwischen dem Innen- und dem Außendisplay gewechselt wird. Das ist auch bei Samsungs und Googles Foldables kein Problem und hängt unter anderem davon ab, wie gut Entwickler ihre Apps für faltbare Smartphones optimieren.


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