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Gamedev: Nie wieder Roblox installieren

Die Spieleplattform von Roblox öffnet sich: Spiele sollen direkt im Browser, offline und sogar als eigenständige Apps laufen.
/ Peter Steinlechner
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Roblox auf einem Tablet (Symbolbild) (Bild: Jean-Christophe VERHAEGEN / AFP via Getty Images)
Roblox auf einem Tablet (Symbolbild) Bild: Jean-Christophe VERHAEGEN / AFP via Getty Images

Roblox will den Zugang zu seinen Spielen grundlegend erweitern. Künftig sollen die Nutzer ihre Spiele im Webbrowser starten können, ohne zuvor die Roblox-App installieren zu müssen. Das hat das Unternehmen auf seiner Entwicklerkonferenz RDC 2026 angekündigt.

Bis Ende 2026 soll die Funktion zunächst mit Chrome verfügbar sein, weitere Browser sollen folgen. Ein Link aus einer Suchmaschine, einem Youtube-Video, einem Beitrag auf X oder einer Nachricht soll dann genügen, um in ein Spiel einzusteigen.

Bei einer Onlinepräsentation im Vorfeld der RDC, an der Golem teilgenommen hat, brachte ein Roblox-Manager das Konzept auf die Formel: "Keine App, keine Installation, keine Hürden." Bislang mussten Spieler die Roblox-App öffnen und dort das gewünschte Spiel auswählen.

Noch weiter geht die Möglichkeit, Roblox-Spiele als eigenständige Apps zu veröffentlichen. Entwickler sollen damit ihre Titel unabhängig von der zentralen Roblox-App für Mobilgeräte, PC und Konsolen anbieten können.

Unter der Oberfläche laufen weiterhin Technik und Dienste von Roblox. Das Unternehmen spricht deshalb weiterhin von einer Plattform, die künftig lediglich über mehrere Zugänge erreichbar sei.

Roblox funktioniert künftig auch offline

Neu ist außerdem ein Offlinemodus. Entwickler können ihre Spiele künftig so auslegen, dass etwa Einzelspieler-Kampagnen auch ohne Internetverbindung funktionieren. Roblox nennt als Beispiele Flugreisen, U-Bahn-Fahrten oder Gegenden mit schlechter Netzabdeckung. Der Offlinemodus soll bis Mitte 2027 allgemein verfügbar sein, ein Early Access ist früher geplant.

Parallel baut Roblox seine Entwicklungswerkzeuge mit generativer KI aus. Mit dem kommenden Scene Generator sollen Entwickler aus einer Texteingabe und einem Referenzbild ein funktionsfähiges Layout erzeugen und anschließend in Roblox Studio bearbeiten können.

Knapp 14 Minuten für einen Freizeitpark

Wie weit das gehen soll, zeigte Roblox während der von Golem besuchten Präsentation. Aus einer Texteingabe auf einem Smartphone erzeugte das hauseigene Cube-Modell nach Unternehmensangaben in 13 Minuten und 53 Sekunden einen Themenpark. Dazu gehörten nicht nur 3D-Objekte, sondern unter anderem ein funktionierendes Karussell und Riesenrad.

Auch an der Darstellung arbeitet Roblox mit KI. Bei einer Live-Demonstration von Roblox Reality ließ sich eine laufende Spielwelt per Referenzbild unter anderem zwischen Sonnenschein, Regen und Nordlicht umschalten.

Code und Objekte der eigentlichen Spielwelt blieben unverändert. Roblox kombiniert dafür ein generatives Videomodell mit den Zustandsinformationen seiner klassischen Game-Engine. Die Neuerungen gehören zur RDC 2026(öffnet im neuen Fenster), die vom 10. bis 12. September in San Jose stattfindet.


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