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KI-Choke: Bill Gates warnt vor tödlicher Waffe

Bill Gates drängt den US-Kongress zu strengen KI-Regularien. Während Donald Trump jede Aufsicht ablehnt, entdecken Sicherheitsforscher alarmierende Lücken.
/ Andreas Donath
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Bill Gates (Bild: Kevin Dietsch/Getty Images)
Bill Gates Bild: Kevin Dietsch/Getty Images

Bill Gates hat erneut auf die Risiken aufmerksam gemacht, die von künstlicher Intelligenz ausgehen. Der Microsoft-Mitbegründer forderte den US-Kongress auf, regulatorische Maßnahmen zu ergreifen, die beeinflussen könnten, wie sich die Technologie entwickelt. Gates betonte im Interview mit NBC News(öffnet im neuen Fenster), dass die wachsenden Fähigkeiten fortschrittlicher KI-Systeme Gefahren in einem Umfang darstellen, den es bisher durch keine Technologie gab.

"Nie gab es eine tödlichere Waffe als die Kombination aus böswilligen Akteuren und modernen KI-Tools", sagte Gates. Sein Statement spiegelt eine wachsende Besorgnis zahlreicher Technologieexperten und Sicherheitsforschern wider, was die Richtung der KI-Entwicklung betrifft.

Alarmierende Sicherheitsvorfälle

Zahlreiche Sicherheitsvorfälle werfen die Fragen auf, wie gut KI-Unternehmen die in ihren Modellen eingebetteten Fähigkeiten tatsächlich kontrollieren können. Kürzlich wurde ein System des australischen öffentlichen Gesundheitswesens durch ein Werkzeug von OpenAI kompromittiert. Der Angriff blieb über Monate hinweg ungemeldet. Australiens Premierminister Anthony Albanese bezeichnete dies als inakzeptabel.

Anthropic gab bekannt, dass die iranisch unterstützte Houthi-Bewegung versucht habe, Claude-Modelle zur Entwicklung von Navigationssoftware für ballistische Raketen zu nutzen. Ob sie dabei bisher erfolgreich waren, bleibt jedoch unklar.

Politische Gräben verhindern Regulierung

Trotz dieser Vorfälle gibt es unterschiedliche Meinungen, was die KI-Regulierung betrifft. US-Präsident Donald Trump weist Vorschläge für eine staatliche Aufsicht konsequent zurück und bezeichnet Sicherheitsbedenken als übertrieben. Seine Position steht im direkten Kontrast der Meinung von Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropic, die vor dem UN-Sicherheitsrat erschienen und die USA aufforderten, weltweit Sicherheitsstandards mit zu etablieren.

Gates räumte im Gespräch ein, dass es in den USA Ansätze für eine Selbstregulierung gebe, doch halte er das nicht für ausreichend. Gates veröffentlichte einen umfangreichen Aufsatz(öffnet im neuen Fenster), in dem er Politiker auffordert, bestimmte Kategorien von Arbeit für Menschen zu reservieren. Die Automatisierung würde sonst substanzielle Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt auslösen, warnte Gates.


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