VW-Sanierungsplan: Bis 2030 sollen 110.000 Jobs wegfallen
Beim Autohersteller Volkswagen sollen bis zum Jahr 2030 rund 110.000 der bislang 680.000 Arbeitsplätze wegfallen. Das berichtet das Manager Magazin(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf einen Beschlussvorschlag, der am 3. September 2026 vom Aufsichtsrat gebilligt wurde.
Der von Konzernchef Oliver Blume vorgelegte Sanierungsplan geht von 50.000 Stellen aus, die zusätzlich wegfallen sollen. Bereits im Jahr 2024 war der Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen vereinbart worden. 35.000 Jobs sollten demnach bei der Kernmarke VW wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche.
Dem Manager Magazin zufolge ist in dem Beschlussvorschlag jedoch von 60.000 zusätzlichen Stellen bis 2030 die Rede. In dem 23-seitigen Papier ergebe sich diese Zahl aus 47.200 festen Stellen, die sich auf die einzelnen Marken verteilten. Weitere rund 13.000 Jobs berechneten sich aus den Vorgaben zur Senkung der Gemeinkosten.
Blume habe dem Konzern das Ziel gesetzt, die vor allem aus Sach- und Personalkosten bestehenden Gemeinkosten um elf Milliarden Euro zu senken. Diese müssten von den drei Markengruppen Core, Progressive und Sport Luxury erreicht werden und würden in den Planungen bislang nicht erfüllt, so dass die Stellen wegfallen müssten.
Werke können noch gerettet werden
Die Schließung der vier Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm ist weiterhin möglich. Es soll dem Bericht zufolge nur dann eine Option geben, wenn die Kosten um 1,5 Milliarden Euro pro Jahr gesenkt werden. Das entspreche den erwarteten Einsparungen durch die Schließung. Alternative Verwendungsmöglichkeiten, wie im Falle des Werks Osnabrück, sollen geprüft werden.
Zudem soll der Aufsichtsrat den Plänen zugestimmt haben, die Marke VW und die Komponentenfertigung mit eigenem Aufsichtsrat auszustatten. Sie sollten mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag an die Konzernholding angeschlossen werden, schreibt das Magazin. Bedenken des Landes Niedersachsen, das als Anteilseigner seine Sonderrechte gefährdet sieht, sollen durch den Zusatz beruhigt werden, wonach die Rechte der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats der Volkswagen AG im Zuge der Ausgliederung nicht berührt würden.
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